Beeindruckend vom Gletscher (Drohnenvideo)

(Ripa > Halsa (Svartisengletscher Parkplatz) > Furøy-Ågskardet > Jektvik-Kilboghavn > Brattland):

Frank düst das WoMo zum Shuttle-Boot-Parkplatz. Kurz vor Abfahrt springen wir auf das Boot und genießen bereits während der kurzen Fahrt über den Holandsfjord den beeindruckenden Blick auf den kalbenden Gletscher. Puh, das Gletscher-Boot haben wir gerade noch so erreicht.

Am Anleger können wir zwischen Shuttlebus, Fahrrad oder zu Fuß wählen – und entscheiden uns für die Wanderung. Der Weg führt uns 3 km über eine Schotterstraße zum Fuß des Berges, wo ein türkisfarbener Gletschersee vor einem Tannenwald leuchtet.

Der Aufstieg ist gut ausgeschildert und führt über zerklüftete Steinformationen, die in bunten Grau-Rot-Weiß-Braun-Tönen gefärbt sind, wie Jahresringe an Bäumen. Neben uns rauscht Wasser durch eine Schlucht, und der Gletscher verschwindet immer wieder aus dem Blickfeld, was mich motiviert weiterzuklettern. Mit Franks Hilfe schaffe ich es bis ganz nach oben – 290 Höhenmeter! Ich bin hammer stolz 💪. Vor ein paar Jahren wäre nicht daran zu denken gewesen. Ich genieße gerade meine verdiente Bergstulle mit Blick auf den Gletscher, als ein tiefes Grummeln ertönt und eine kleine Eislawine auf der linken Seite donnert. Beeindruckend und beängstigend zugleich.

Der Abstieg ist einfacher als erwartet und macht mit dem erreichten Erfolg im Rücken viel Spaß. Eine Holzplattform dient uns als Startpunkt für die Drohne, doch leider dürfen wir nicht so hoch und nah fliegen, wie wir möchten. Nach einem kurzen Flug geht es weiter zur Fähre, die wir um 16:45 Uhr erreichen. Auf halbem Weg motiviert uns der Gedanke an einen Schoko-Energieriegel im Restaurant, doch leider gibt es keine 😢. Das hätte mir jetzt gut getan. Ein Eis am Kiosk am Kai auf der Ølbank muss reichen und passt perfekt zum Tagesmotto „Chillen am Gletscher“.

Kaum zurück am WoMo, düst Frank zur nächsten Fähre Richtung Trondheim. Die erste Überfahrt dauert nur 13 Minuten, während der wir im Auto sitzen bleiben. An der zweiten Fähre werden wir leider nicht mitgenommen, da sie voll ist, aber eine Wurst mit Pommes am Fährkiosk entschädigt. Alle Fähren in Nordland sind seit 2016 kostenlos, wenn sie zu Inseln ohne Festlandverbindung führen. Mit der zweiten Fähre überqueren wir den Polarkreis in südlicher Richtung. Müde aber sehr zufrieden suchen wir uns einen Schlafplatz mit Blick aufs Wasser und fallen viel zu spät ins Bett.

Tipps:

Sehenswürdigkeiten: Svartisen Gletscher, Shuttleboot zum Gletscher (12 Min./ 25€ pP)

Essen & Trinken: Kiosk an der Fähre

Distanz: 122 km Auto, 18.430 Schritte, 290 hm, 20 km Fähre

Camping: Wild Camping

Maps: https://maps.app.goo.gl/38SJn54EycfxUtUD7

(Ripa > Halsa (Svartisengletscher Parkplatz) > Furøy-Ågskardet > Jektvik-Kilboghavn > Brattland):

Von unserem schönen kleinen Campingplatz ist „Frank the Racer“ zum Shuttle-Boot gedüst. 1 Minute vor Abfahrt sind wir aufs Boot gehüpft. Bereits beim der kurzen Fahrt über den Holandsfjord eröffnet sich der Blick auf den Gletscher, wie er Richtung Fjord kalbt.

Am Anleger haben wir die Wahlt zwischen Shuttlebus, Fahrrad oder zu Fuß. Vom Kai aus sind es etwa 3 km Schotterstraße, bevor wir den Aufstieg in die Berge zum Gletscher beginnen.

Am Fuß des Berges leuchtet ein Gletschersee Türkisgrün vor einem Tannenwald.

Der Aufstieg ist sehr gut ausgeschildert über eine zerklüftete und vom Wasser über Jahrhunderte geschliffene Steinformationen. Das habe ich so noch nie gesehen.

Wie Jahresringe von Bäumen ist der Fels in bunten Grau-Rot-Weiß-Braun Tönen gefärbt, gestreift oder getupft. Auch verschiedene Härtegrade sind auszumachen.

Neben uns rauscht Wasser durch eine Schlucht. Wir kraxeln, balancieren uns mäandernd nach oben. Auf grund der Zerklüftungen verschwindet der Gletscher auch immer wieder aus dem Blickfeld und motiviert mich doch noch den nächsten Anstieg mitzumachen.

Und auf einmal habe ich es mit Franks Hilfe (Mein Held!) bis ganz oben Geschafft! 290 hm! – Juhhuuu🥳 . Ich bin sehr sehr stolz 💪! Vor nicht allzulanger Zeit wäre daran nicht zu denken gewesen. (Da war der Ausflug mit dem Rollator in den Schloßpark schon Hochleistungssport) 290 hm

Man schmeckt die Stulle gut mit Blick auf den Gletscher!

Währen ich so gemütlich in mein Bütterken beiße, schallt ein tiefes Grummeln vom Gletscher herüber und an der Linken Seite donnert eine kleine Eislawine entlang. Uiii. Gut, dass hier immernoch ein deutlicher Abstand zwischen uns und dem Eis ist.

Die Oberschenkel brennen und Beinchen sind ganz schön wackelig und ich habe Respekt vor dem Abstieg.

Es ist deutlich einfacher als gedacht und es macht viel mehr Spaß mit vor Stolz geschwellter Brust herabzuklettern

Ein Holzplattform gegen Ende des Abstiegs dient uns als Ausgangspunkt mit der Drohne Simone nochmal Richtung Gletscher zu starten. Oh, so hoch dürfen wir von diesem Ausgangspunkt gar nicht fliegen wie wir gerne würden.

Schade! Aber ich gehe heute nicht nochmal nach oben 😅!

Die Fähre um 16:45 Uhr zu erreichen und besonders der Gedanke an einen verdienten Schokoriegel (Mars, Snickers, …) im Restaurant auf halben Weg zur Fähre mobilisiert letzte Kräfte. Leider eine große Enttäuschung. Naja an der Fähre war ja auch noch ein Kiosk!

Statt eines Schokoriegels begnügen wir uns jeder mit einem Eis. Passt ja auch viel besser zum Tagesmotto. „Chillen am Gletscher.“

Die Shuttle-Fähre bringt uns wieder zurück zu unserem WoMo. Und Frank der Rennfahrer düst zu den nächsten Fähren auf unserer Route Richtung Trondheim.

Erste Fähre 13 Min. Man bleibt im Auto sitzen. Ab über die kleine Insel. Leider bei der Zweiten nicht mitgenommen, da voll.

Wurst mit Pommes am Fährkiosk dienen als Entschädigung.

Alle Fähren in Norrland sind seit 2016 kostenlos, die eine Insel als Zielhaben, die keine Festlandverbindung mit einer Brücke hat. Mit der zweiten Fähre haben wir nun auch den Polarkreis in südlicher Richtung wieder hinter uns gelassen.

Irgendwann fallen uns schon fast die Augen zu und wir suchen uns einen Nachtplatz in einer Seitenstraße mit Blick aufs Wasser. Viel zu spät liegen wir heute im Bett.